Bern
Die Sonne steht kaum über dem Horizont, als ein Zetermordio in den heimischen Garten dringt. «Itz lueg e mau die arme Wide!», tönt es vom nahen Aareufer her. «Ig hole de öppe mini Flintä u knalle dä Soucheib ab.»
Wen erfasste nicht flüchtiger Schauder beim Anblick der bizarren Komposition, die sich ahnungslosen Passanten entgegenstellt? Tags zuvor stand hier eine Trauerweide. Majestätisch hatte sie die Uferböschung geziert. Jetzt, welch Jammer, liegt sie in ihrer stolzen Länge im seichten Aarewasser. Ihr gehäuteter Stamm, leichenblass, erinnert unweigerlich an den Tod.
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