Späte Kalkulation des Schreckens
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Die Weltwoche

Späte Kalkulation des Schreckens
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Ausland

Späte Kalkulation des Schreckens

Nordkoreas Test einer Wasserstoffbombe und der Raketenversuch über Japan offenbaren das nukleare Paradox. Die Grossmächte behelfen sich mit Rhetorik und Gestik.
Seit Hiroshima und Nagasaki sind keine Kern­waffen eingesetzt worden, und Politiker tun ihr Bestes, um sie als wirkungslose In­strumente der Politik hinzustellen. Das nukleare Tabu beherrscht das Denken. Nur einer stört den Konsens: Kim Jong Un. Kurz vor dem Wochenende machte ein Foto die Runde, das den 33-jährigen nordkoreanischen Diktator – er verkörpert die dritte ­Generation der Dynastie – vor einem länglichen zylinderförmigen Ding zeigt, das eine Wasserstoffbombe sein könnte. Dann folgte der unterirdische Atomtest mit einer ungefähr dreimal stärkeren Detonationskraft als der letzte vor einem Jahr. Schliesslich kam die Ankündigung aus Pjöngjang, man habe nun eine H-Bomb ...
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