Gerhard Schröder ist ein Mann der Tat. Doch bevor der Bundeskanzler mitten im Wahlkampf seinen Verteidigungsminister aus dem Kabinett schmeisst oder den Telekom-Boss demontiert, telefoniert er gerne mit seinem Mann der Zahlen. Der heisst Manfred Güllner und ist Chef des Berliner Meinungsforschungsinstituts Forsa.
Anders als in Amerika oder Grossbritannien gehört Schröders Hausdemoskop jedoch nicht dem Regierungsteam an. Er stammt aus der Wirtschaft, wo Wettbewerb herrscht. Es ist Wahlkampf, und die Schlacht der Meinungsforscher steuert auf ihren Höhepunkt zu. Im Wochentakt versorgen fünf grosse Institute die Öffentlichkeit mit Prozenten und Sympathiewerten. Es geht zu wie an der Bör ...