Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.» Als Paul Klee im April 1914 die Jubelworte in sein Tagebuch schrieb, waren er und seine beiden Malerfreunde August Macke und Louis Moilliet seit neun Tagen in Tunesien unterwegs, in Tunis, Saint-Germain (dem heutigen Ezzahra), Hammamet und Kairouan. Die Farbenpracht der Natur, des Meeres und der Berge, aber auch die der abstrakten Teppichmuster begeisterten das Trio. «Sofort ans Werk gegangen und im Araberviertel Aquarelle gemalt», notierte Klee in Tunis. Aquarelle im Freien gemalt bei sengender Hitze, wo die Farbe innerhal ...