John F. Kennedys berühmter Satz «Ich bin ein Berliner» ist angenehm kurz, eminent zitierfähig und verströmt ewig junges Pathos – trotzdem wird er sich wohl kaum von George W. Bushs Lippen lösen, wenn der amerikanische Präsident nächste Woche Berlin besucht. Ihn erwarten allerdings auch keine jubelnden Massen, sondern mehrere Grossdemonstrationen gegen die US-Aussenpolitik und die Globalisierung im Allgemeinen, gegen den Krieg in Afghanistan im Besonderen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), plante für die Zeit des Bush-Besuchs eine Australien-Reise (die er nach heftigen Protesten der Opposition schliesslich verschob); sein Vize Gregor Gysi (PDS) nennt a ...