Wer diesem frischen, gelbfruchtigen, aromatischen Weisswein mit diskreter Säure und guter Substanz erstmals begegnet, tut gut daran, alles zu vergessen, was er über die Traubensorte weiss, aus der er gemacht ist (oder solches gar nicht erst zur Kenntnis zu nehmen, also den nächsten Passus dieser Kolumne zu überspringen). Die Trebbiano ist die meistangebaute Traubensorte Italiens. Ihre Anbaufläche übertrifft, alle regionalen Varianten inbegriffen, sogar die der Sangiovese. Dementsprechend ist ihr Renommee. Das «Oxford-Weinlexikon» warnt gleich im Eingang des längeren Beitrags über die Spezialität, die seiner Meinung nach eine Vulgarität ist: «Kommt Trebbiano im Namen eine ...