Um es vorweg zu sagen: Dieses Buch wird auf keiner Bestenliste auftauchen. Aber derartige Ambitionen liegen dem Autor Frédéric Beigbeder anscheinend auch fern. In seinem Vorwort kokettiert er mit der (gar nicht so falschen) Behauptung, «aufgrund eines Missverständnisses» zum Bestsellerautor geworden zu sein. Nun will er sich revanchieren und mit seinem Buch «Letzte Inventur vor dem Ausverkauf – Die fünfzig besten Romane des 20. Jahrhunderts» dazu anregen, «andere, bessere zu kaufen».
Der Titel ist allerdings irreführend. Beigbeder stellt nicht einen eigenen Kanon auf, er hangelt sich eher uninspiriert und überraschend devot den «fünfzig Büchern des Jahrhunderts» entlang, di ...