Er war sichtlich bewegt, als er am Sonntag im Berliner Ensemble den renommierten Kleist-Preis entgegennahm. Arnold Stadler, der in seinen Werken mit blitzender Komik die Unwägbarkeiten des Lebens entlarvt und mit akrobatischer Glücksbeschwörung das Verhängnis menschlicher Existenz eskamotiert, zeigte sich auf der Bühne des Theaters völlig unverstellt: bescheiden und empfindsam, dabei die imponierende Intelligenz mit einer gehörigen Prise an Selbstironie tarnend. Aus diesem Kern seiner Persönlichkeit heraus ist auch sein Werk entstanden, das Luzidität mit Illusionslosigkeit verbindet. Träumerischer, mit gefährlich uneindeutiger Leichtigkeit trug Klaus Maria Brandauer eine Collage a ...