Der begabte, ja überbegabte Hermann Burger war wie seine Romanfiguren ein hochgefährdeter Einzelgänger. Er liess sich nicht vereinnahmen. Schon sein Gedicht «An alle Linksextremisten» von 1968 missfiel den Schriftstellerkollegen. Zu allem Überfluss war Burger auch Mitglied des Rotary Clubs Aarau und des Männerchors Brunegg, Ferrari-Fahrer und passionierter Zigarrenraucher. Vor allem aber ein unglaublicher Sprachzauberer, ein umfassender Literatur- und Geschichtskenner, ein Fantast, Humorist, Satiriker und – Leidender.
In Burgers «Künstlicher Mutter» verliert Wolfram Schöllkopf, «Privatdozent für neuere deutsche Literatur und Glaziologie» an der «Abteilung für Geistes- und ...