Der kommende Mittwoch, der 1. August, wird in die Annalen der Rütli-Geschichte eingehen. Die mythische Wiege der Eidgenossenschaft bildet einmal mehr die Kulisse für einen Akt symbolischer Politik, wie ihn General Guisan stilbildend bei seinem Offiziersrapport von 1940 inszenierte. An der Bundesfeier reden die beiden höchsten Schweizerinnen, Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi-Obrist und Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, vor einem Publikum, das von den Frauenverbänden ausgewählt worden ist. Das «Frauen-Rütli» soll eine symbolische Übernahme bedeuten, eine Anverwandlung und Umwandlung der männlichen politischen Tradition des Landes. Den drei Ur-Eidgenossen werden die ...