Ende 2012 erhielten Tausende Zürcher Arbeitgeber eine Zahlungsaufforderung, mit der sie nicht gerechnet hatten: «Kantonaler Berufsbildungsfonds: Beitragsrechnung» stand da, zusammen mit einer Summe, die je nach Firma zwischen 250 und mehreren tausend Franken betrug.
Die unerfreuliche Post dient einem höheren Zweck. Der Berufsbildungsfonds schaffe «neue Anreize für Unternehmen, Lehrstellen anzubieten», heisst es im Schreiben. Alle Firmen, die keine Lehrlinge beschäftigen, müssten deshalb 0,1 Prozent der Lohnsumme einzahlen. Beschlossen wurde die von den Gewerkschaften erdachte Lehrlingssteuer im September 2008 vom Stimmvolk. Mitte-links-ParÂteien und der Regierungsrat priesen d ...