Als am 7. März 1985 die Berner Poch-Nationalrätin Barbara Gurtner die Motion «Schweizerisches Frauenmuseum» einreichte, hatte die ultralinke Frau gerade mal vierzehn Mitunterzeichnerinnen von ihrer Forderung überzeugt, der Bundesrat müsse «Vorschläge zur Darstellung und Erforschung der Geschichte, Kultur und Stellung der Frau in der Schweiz» präsentieren, die finanziellen und räumlichen Voraussetzungen dafür bereitstellen sowie für diese Pilgerstätte ein Betriebskonzept erarbeiten lassen. Das Ansinnen löste sich rasch in allgemeinem Gelächter auf, als der Zürcher SVP-Vertreter Rudolf Reichling zwei Woche ...