Der sowjetische Diktator Stalin liess während seiner rund zwanzigjährigen Regentschaft schätzungsweise zwanzig Millionen seiner Landsleute umbringen, verhungern, in Lagern verenden, erschiessen. Was die Revolutionsterroristen Lenin und Trotzki begannen, vollendete Stalin zum düsteren Gesamtentwurf einer rasenden Vernichtung, die von zahllosen westlichen Intellektuellen gezielt übersehen, toleriert oder ignoriert wurde. Noch Mitte der neunziger Jahre erklärte der greise marxistische Historiker Eric Hobsbawm, die Millionenopfer des Kommunismus seien nur deswegen vergebens gewesen, weil sich die Ideologie nicht durchsetzen konnte. Man hätte dem Mann sofort alle Preise aberkennen, die ...