Es gibt Leute, die wollen so up to date sein, dass sie Grossmutters Klamotten aus dem Schrank holen, obwohl die erst nächste Saison angesagt sein werden. Das ist lustig, wenn es um Mode, etwas ärgerlich, wenn es um die Kunst geht.
Denn was ist schon die Gegenwart? Das soll mal beantworten, wer sich hier und heutig mit klopfendem Herzen (dem Metronom des allerpersönlichsten Präsens) unter den Nachthimmel stellt und, sagen wir mal: den Orion ausmacht. Er blickt in die tiefste Vergangenheit, nein: in verschiedene verschachtelte Vergangenheiten. Das gelb-rötliche Licht des Beteigeuze ist, wenn es seine Netzhaut trifft, seit 280 Jahren unterwegs, «Johann Sebastian Bach wandert nach Lübeck ...