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Die Weltwoche

Stationen einer Grossstadt-Dichterin
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Lyrik

Stationen einer Grossstadt-Dichterin

Vor 40 Jahren verstarb auf der Durchreise in Zürich fast ­unbemerkt die Autorin Mascha Kaléko. Ihre Gedichte erlangten Weltruhm. Höchste Zeit, sie wieder in Erinnerung zu rufen.
Sonne klebt wie festgekittet.Bäume tun, als ob sie blühn.Und der blaue Himmel schüttetEine Handvoll Wolken hin. Grossstadtqualm statt Maiendüfte.– Frühling über Gross-Berlin! –Süsse, wohlbekannte Düfte . . .Stammen höchstens von Benzin. Das Gedicht «Frühling über Berlin» gehört zu den Klassikern von Mascha Kaléko, die zeitlebens den Puls der Grossstädte in oft spöttisch-ironischen Zeilen einzufangen wusste. Berlin, New York, Jerusalem, das sind die Stationen ihrer unfreiwilligen Odyssee, die 1975 in Zürich ihr Ende nahm. Heute erinnert in der Limmatstadt ausser einem Grabstein auf dem jüdischen Friedhof nur noch ein kleiner Weg in Zürich Oerlikon an die einst gefe ...
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