Gerechtigkeit ist ein frommer Wunsch in diesem Leben, für das der Mensch nicht anspruchslos genug ist. In der Kunst nicht anders. Entgegen der irrtümlichen Annahme, das Schöne habe auch wahr und gut zu sein, kämpft der Redliche zeitlebens um etwas, was seinen Fleiss, seine Sorgfalt und Integrität angemessen belohnen würde. Und doch muss er zusehen, wie um ihn herum den unangenehmsten Zeitgenossen (Egoisten und Narzissen, ausgesuchten Kotzbrocken) die Meisterwerke nicht nur in den Schoss fallen, sondern auch noch aus den Händen gerissen werden.
In der Wahrnehmung von Kunst ist die Gerechtigkeit ohnehin am Ende. Mit von den Augen gerutschter Binde führt sie im Gegenteil den launisch sc ...