Den Entscheid, die Lebensgeschichte von Margrit Schäppi zu veröffentlichen, fällte ich im vergangenen Juni an einer Informationsveranstaltung von Exit. Im grossen Saal des Zürcher Volkshauses ist es angenehm kühl, alle Plätze sind besetzt. Trotz des emotionalen Themas ist die Stimmung nüchtern. Eine Frau mit Ostschweizer Dialekt steht auf, schaut in die Runde, dann hebt sie ihre Stimme: «Was soll ich tun? Ich finde bei uns keinen Arzt, der eine Sterbebewilligung für meine Eltern ausstellt.» «Wenn Sie nicht weiterkommen», antwortet die Freitod-Expertin auf der Bühne, «rufen Sie mich an. Wir haben unsere eigenen Koh&aum ...