Die Sonne brennt erbarmungslos. Abfallhaufen modern vor sich hin. Tausende von Fliegen laben sich an verfaulenden Gemüseresten. Neben dem Brunnen, wo Mädchen mit Plastikeimern anstehen, verrichtet eine Kuh ihr Geschäft. Der Wind wirbelt Staub und Dreck auf. Es stinkt. Karian Toma gehört zu den elendesten Vierteln von Sidi Moumen, dem riesigen Slum mit seinen 170000 Einwohnern am nördlichen Rand der Viermillionenstadt Casablanca. Sämtliche zwölf Attentäter, die sich am 16. Mai an fünf verschiedenen Orten der Geschäfts- und Handelsmetropole Marokkos nahezu zeitgleich selbst in die Luft sprengten und weitere 31 Menschen in den Tod rissen, wohnten in Sidi Moumen, über die Hälfte von ...