Es gibt Bücher, von denen wünscht sich ein jeder Schriftsteller, er hätte sie selbst geschrieben. Dieses Gefühl, eine Mischung aus Neid und Bewunderung, betrifft keine Klassiker, betrifft nicht Goethes «Faust» oder Blixens «Jenseits von Afrika», was wohl damit zusammenhängt, dass diese Menschen längst verstorben und unserer Zeit gewissermassen auch fremd sind. Es betrifft vielmehr unbeschriebenere Blätter – Autoren wie Victor Jestin, im eigenen Land von Kollegen und Kritikern gleichermassen hochgelobt, im deutschen Sprachraum noch nicht, wahrscheinlich aber sehr bald, bekannt.
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