Wer als Jugendlicher Anfang der Neunziger nichts mit Autos am Hut hatte, träumte von der idealen Stereoanlage. Ganze Wochenenden verbrachte man mit dem Studium dicker Kataloge sowie andächtigen Hörproben bei älteren, kaufkräftigeren Hi-Fi-Enthusiasten. Es war klar: Sobald es mit dem Geldverdienen losginge, würde man die ersten, teuren Komponenten für eine perfekte Stereo-Anlage erwerben.
Dann kam MP3 und ihm auf dem Fuss der iPod. Vergessen war die Ehrfurcht vor dem reinen Klang, die Wertschätzung für imposante Endstufen und dicke Kabel aus sauerstoffarmer Kupferlitze. Es zählte nur noch: all meine Musik, überall, jetzt sofort. Für die gute alte Stereoanlage blieb da wenig Platz ...