Wir sind nicht allein im Kosmos. Jede Sekunde prasseln Myriaden von Teilchen auf die Erde. Womöglich mit massiven Folgen: Energiereiche Teilchen aus der Milchstrasse, auch kosmische Strahlung genannt, könnten der Antrieb für Klimaveränderungen sein. Das vermuten der Geochemiker Ján Veizer und der Astrophysiker Nir Shaviv. Ihre These, veröffentlicht in der Fachzeitschrift GSA Today, lautet: Teilchen aus der Milchstrasse fördern die Wolkenbildung. Ein anschwellender Teilchenstrom führt zu einer dichteren Wolkendecke – die Sonne dringt weniger durch, das Erdklima kühlt ab. Und umgekehrt. Dieser Mechanismus erkläre den grössten Teil der Klimaschwankungen der letzten fünfhundert Mil ...