Der Räuber brach ins Haus ein, drohte, die Katze zu erschiessen, und nachdem der Besitzer vor lauter Angst all sein Bargeld ausgehändigt hatte, sagte der Einbrecher gönnerhaft: «Grosses Kompliment!» Darauf blickte der Beraubte ehrfürchtig zum grossen Dieb hinauf, lächelte und streckte die Hand zum Gruss aus. An diese Fabel erinnerte der Auftritt des schweizerischen Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz (FDP) in Berlin. Breit und zufrieden lachte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), der der Schweiz in den vergangenen Monaten wahlweise mit der Peitsche, der Kavallerie oder einer schwarzen Liste gedroht hatte, während Merz an seiner Seite schrumpfte und wie ein Kammerdiener ...