Fast vier Jahre lang war der zweifelhafte Wahlsieg George W. Bushs im Jahr 2000 ein Tabuthema, das in Amerika kaum debattiert wurde. Doch nun ist das Trauma von Florida kurz vor dem Wahltag des 2. November noch einmal aufgebrochen und nährt die Zweifel am System ausgerechnet bei den Bürgern jenes Landes, das seine Demokratie als Vorbild und Exportgut für den Rest der Welt propagiert. Es sind auch längst nicht mehr nur Demagogen, die den Zustand der amerikanischen Demokratie mit Bananenrepubliken der Dritten Welt vergleichen. Expräsident Jimmy Carter, der mit seinem Carter Center rund fünfzig Wahlen in der ganzen Welt überwacht hat, schrieb in einem Kommentar für die Zeitung Atlanta J ...