«Der Entscheid war vertretbar, aber falsch.» Eine Aussage von Bundesrat Moritz Leuenberger, der auch der oberste eidgenössische Umweltschützer, Philippe Roch, zustimmen kann. Nur meint der eine jeweils den Entscheid des anderen. Das Paradoxe: In der Sache sind sich die beiden durchaus einig – politisch betrachtet. Doch Leuenberger entschied am letzten Freitag nicht politisch, sondern juristisch.
Zu begutachten hatte er ein Gesuch der ETH Zürich. Sie will auf acht Quadratmetern unter Freilandbedingungen testen, ob eine bestimmte, gentechnisch veränderte Weizensorte gegen die Pilzkrankheit Stinkbrand resistent zu machen ist. Im Gewächshaus hatten die Forscher schon festgestellt, dass ...