Das Buch sollte man lesen, wie es geschrieben ist: in einem Zug, fast ohne Punkt und Komma, die Sätze nur durch Gedankenstriche voneinander getrennt, unaufhaltsam vorwärts drängend, als hätte irgendwo eine Bremse versagt.
Der Autor sitzt im Zug von Moskau nach St. Petersburg, das zur Zeit der Niederschrift Leningrad hiess, und er liest. Er liest die Tagebücher von Anna Grigorjewna, der zweiten Frau Dostojewskis. Als er am anderen Morgen in die schmutzige Dämmerung eines Leningrader Wintertages hinaustritt, hat er das Buch im Kopf, das wir in Händen halten: «Ein Sommer in Baden-Baden», einen Roman, halb dokumentarisch, halb fiktional, der auf raffinierte Weise die Jetztzeit des Erz� ...