Schwarz ist nicht gleich schwarz. Wer etwas gegen schwarze Schafe in der Gesellschaft unternimmt, dem werden rassistische Motive untergejubelt. Wenn aber auf grossen Plakatwänden «Schwarzarbeit» bekämpft wird, kräht kein rot-grüner Hahn danach. Es war Bundesrätin Doris Leuthard, die ein verschärftes Gesetz gegen illegale Arbeit durchdrückte. Bald drohten grosse orange Buchstaben auf dunklem Grund: «Schwarzer Tag für die Schwarzarbeit: Ab 1. 1. 2008 gilt das neue Gesetz.»
Ein anderes Plakat nahm jeden Betrachter sozusagen in moralische Geiselhaft: «Wir sind uns einig: Keine Schwarzarbeit. Das verdienen alle.» Ganz einig sind «wir» uns offenbar doch nicht. Als eine Art Stimme ...