Georgiana, Herzogin von Devonshire, hatte ein seltenes Talent. Sie konnte Ende des 18. Jahrhunderts während einer Nacht in geselliger Runde ein Vermögen verspielen und nahm den Verlust am Morgen danach sportlich. Denn die Lady hatte ihren Stolz, auch modisch. So litt sie stoisch unter Schmerzen, die ihr die eingenähten Wal-Knöchelchen in der Seidenwäsche bereiteten, die ihre Büste schön straff erscheinen liessen: «Das ist heute halt Mode, Stolz kennt keinen Schmerz», schrieb sie einer Freundin tapfer über ihre entzündeten Körperstellen. Sie vergass nicht, im gleichen Brief zu erwähnen, dass ihr das Spielglück im Moment nicht ganz so gut gesinnt sei, wie sie es sich w ...