Vor zwanzig Jahren kam Toni Brunner ins Bundeshaus. Als jüngster Nationalrat aller Zeiten. Eben 21 Jahre alt war er geworden. Ein blonder, fröhlicher Bauernbub vom Bendel, einem auf 1050 Meter Höhe gelegenen Weiler auf der Sonnenseite des Toggenburgs, der gemäss seiner Mutter lange lieber mit dem Hofhund spielte als mit Kindern und lieber dem Vieh zuflüsterte als den Menschen. Das sei ein «Unfall», kommentierte Toni Brunner gegenüber dem Radio seine eigene Wahl 1995 – sie überraschte alle, auch ihn selbst. Die Radiostation stöberte ihn damals am Wahlsonntagsnachmittag an der Olma in St.Gallen auf. Am Mikrofon soll es gekracht haben, so schallend gelacht und gekichert hat er – w ...