Strategie der Vielfalt
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Strategie der Vielfalt

Strategie der Vielfalt

Toyota baut sein Angebot an vollelektrischen BEV-Fahrzeugen konsequent aus und bringt drei neue Modelle auf den Markt. Gleichzeitig setzt man auf perspektivische Vielfalt.

Kenshiki heisst auf Deutsch «Sicht» oder «Erkenntnis» und ist auch der Name einer Veranstaltung, bei welcher der weltgrösste Automobilhersteller Toyota jeweils seine Modelle und Strategien für den europäischen Markt präsentiert. Denn die Japaner bleiben ihrer «Multi-Pathway»-Strategie treu. Oberstes Ziel ist die sogenannte Kohlenstoffneutralität; wie sie erreicht wird, hängt aber davon ab, wie die Kundenbedürfnisse in den jeweiligen regionalen Märkten sind. Zum einen mit Batterie-Elektro-Technologien, zum andern mit Wasserstoff-Lösungen. «Mobilität für alle» lautet der Titel dieser Philosophie, und es geht immer darum, auf unterschiedliche Art und Weise eine breite Palette emissionsfreier Mobilitätslösungen anzubieten. Im europäischen Kontext sind «Battery Electric Vehicles» (BEV) ein wichtiger Pfeiler CO2-neutraler Mobilität, deshalb hat Toyota bei seiner jüngsten Kenshiki-Veranstaltung drei Modelle präsentiert, die in den drei Kern-Marktsegmenten der B-, C- und D-SUVs als vollelektrische Varianten vorfahren.

Markante Formen: das Line-up der BEV-Fahrzeuge von Toyota auf dem Schweizer Markt.

Zwei ganz neue Modelle sind der vollelektrische Urban Cruiser sowie der Toyota C-HR+. Der Kompakt-SUV Urban Cruiser beruht auf dem Konzeptfahrzeug Urban SUV, das der japanische Hersteller 2023 erstmals präsentiert hat. Er fällt durch eine markante Form auf, die ihm auf der Strasse eine starke Präsenz verleiht. Durch seine kompakten Aussenmasse und die damit verbundene Wendigkeit wird der Urban Cruiser seinem Namen auf jeden Fall gerecht. Gleichzeitig ist der Innenraum dank längsverstellbaren Rücksitzen so gestaltet, dass alle Passagiere ausreichend Platz vorfinden.

Auf der technischen Seite gibt es die Wahl zwischen Front- oder Allradantrieb und zwei verschiedenen Batteriegrössen mit 49 oder 61 kWh Bruttokapazität. Die Akkus aus Lithium-Eisenphosphat zeichnen sich durch Langlebigkeit, Sicherheit und geringe Kosten aus.

 

Verkaufsschlager

Das erste BEV-Modell von Toyota war allerdings der SUV mit dem auffälligen Namen bZ4X, was für «beyond Zero», die Grösse «4» – ähnlich wie beim Toyota RAV4 –, sowie die Form steht. Das «X» steht für ein kompaktes Crossover-SUV. Der 2022 eingeführte Toyota wurde umfassend weiterentwickelt, und das Modell des Jahres 2025 bietet Kunden die Wahl zwischen zwei Lithium-Ionen-Batterien mit 57,7 und 73,1 kWh Bruttokapazität sowie stärkeren Elektromotoren mit bis zu 343 PS (252 kW) Leistung. Zur Ausstattung gehören ausserdem ein – allerdings optionales – 22-kW-Bordladegerät oder die Möglichkeit, die Batterie vorzukonditionieren, was die Ladezeit an Schnellladestationen deutlich verkürzt.

Auch der völlig neue Toyota C-HR+ baut auf der Elektroantriebstechnologie des überarbeiteten bZ4X auf. Der C-HR+ gehört in das volumenstarke C-Segment der kompakten SUVs und hat alle Eigenschaften, die schon den 2016 eingeführten C-HR zu einem Verkaufsschlager mit rund einer Million verkauften Fahrzeugen machten. Mit seiner Coupé-haften Linienführung, der markant gestalteten Karosserie, einer sehr hochwertigen Ausstattung sowie einem fein abgestimmten Fahrgefühl macht der C-HR+ einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck.

 

Da kommt noch mehr

Nach den drei neuen beziehungsweise erneuerten BEV-Modellen, die dieses Jahr auf den Markt kommen, will Toyota bis Ende 2026 sechs weitere vollelektrische Fahrzeuge lancieren. Ein technologischer Meilenstein dürften zudem die angekündigten BEV-Technologien der nächsten Generation sein. Schon 2021 hat Toyota einen ersten Prototyp einer Feststoffbatterie vorgestellt, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen und die Elektromobilität grundlegend verändern dürfte. Feststoff-Akkus bieten bei geringerem Gewicht massiv höhere Reichweiten bei stark verkürzten Ladezeiten. In einem ersten Schritt wird von rund 1000 Kilometern Reichweite mit einem vollgeladenen Feststoff-Akku gesprochen, aber auch Distanzen von bis zu 1200 Kilometer sollen später möglich sein. Zu den Vorteilen der Feststoffbatterie im Vergleich zu den heutigen Akkus mit flüssigen Leitersubstanzen gehört zudem laut Toyota die vereinfachte Herstellung.

«Wir sollten immer verschiedene Optionen in Betracht ziehen», sagt Akio Toyoda.

An diesem technologischen Detail zeigt sich nicht zuletzt die wichtige Rolle, die Toyota bei der Elektrifizierung des Individualverkehrs hat. Bis Ende 2024 hatte der japanische Hersteller allein in Europa 6 Millionen elektrifizierter Fahrzeuge verkauft. Das bedeutet eine durchschnittliche Senkung der Flottenemissionen um 50 Prozent seit 1995. Und seit der Einführung des ersten Prius 1997 hat Toyota weltweit mehr als 30 Millionen elektrifizierter Fahrzeuge abgesetzt. Das Ziel sei, heisst es beim Hersteller, bis 2035 eine Senkung von 100 Prozent des CO2-Ausstosses zu erreichen.

 

Technologische Offenheit

Und auch wenn Toyota seine rein elektrische Fahrzeugpalette schrittweise und konsequent ausbaut, setzt man gleichzeitig auf technologische Vielfalt. In einem Interview mit Automotive News führte Akio Toyoda, Mitglied der Gründerfamilie und Vorstandsvorsitzender des Konzerns, die Idee von «Multi-Pathway» an: «Für uns war immer klar, der Feind ist das CO2. Und es ging von Anfang an darum, wie wir CO2 sofort reduzieren können. Auf dieser Grundlage haben wir unsere Strategie entwickelt, die wir weder jetzt noch in Zukunft ändern werden.» CO2-Neutralität nur auf Elektroautos abzustützen, ist laut Akio Toyoda nicht ausreichend, wenn man richtig rechnet. Man mag diese Sichtweise als eigenwillig oder gar eigensinnig beurteilen, sie ist aber radikal realistisch: «Wir sollten immer verschiedene Optionen in Betracht ziehen und die Welt aus verschiedenen Perspektiven ansehen», sagt Toyoda.

 

Toyota bZ4X ab Fr. 39 900.–; die Preise für die neuen vollelektrischen Modelle C-HR+ und Urban Cruiser sind noch nicht bekannt. Mehr Informationen: www.toyota.ch

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.