Zwischen Warschau und Jerusalem herrscht dicke Luft. Vordergründig dreht sich der Streit um Geld. Mit einem Gesetz will Polen die Rückerstattung von Eigentum, das Juden während des Holocaust weggenommen wurde, erschweren oder gar verunmöglichen.
Im Kern der Auseinandersetzung geht es indes nicht um jüdische Ansprüche auf Vermögen, die während des Zweiten Weltkriegs enteignet wurden, sondern um eine diametral unterschiedliche Interpretation des Holocaust. Während Israelis sich als Opfer und die Polen als Täter sehen, stellen sich die Polen als Opfer der Nazis dar und sehen nicht, weshalb sie den Juden etwas schulden sollten.
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