Amy Chua war dreizehn, als sie mit ihren Eltern zu einer Preisverleihung an ihrer Schule eingeladen wurde. Das Mädchen hatte den zweiten Preis in einem Geschichtswettbewerb gewonnen. Die Lehrer lobten ihre Arbeit vor versammeltem Publikum, von allen Seiten durfte sie Gratulationen entgegennehmen. Die Eltern machten ein freundliches Gesicht. Nach der Feier sagte ihr Vater zu Amy: «Mach mir nie, nie wieder eine solche Schande.»
Was war geschehen? Nichts Aussergewöhnliches, jedenfalls für Amys Familie. Die Chuas sind in die USA eingewanderte Chinesen, und Amy wurde nach dem «chinesischen Erziehungsmodell» erzogen. Etwas anderes, als die Beste zu sein, war in diesem Modell nic ...