Für Richard Ivory ist der Spott zum Soundtrack seines Lebens geworden. «Onkel Tom», «Verräter», «Selbsthasser» sind bloss ein paar Beleidigungen, die er seit Jahren zu hören kriegt. Ivory, 34, ist schwarz und Republikaner – «eine ziemliche Herausforderung manchmal», wie er sagt, besonders wenn man in New York wohnt. Ivory trägt seine republikanische Überzeugung mit Stolz und Contenance. Im Moment allerdings ist es Zorn, der ihn umtreibt.
«Wir haben gerufen und geschrien», erzählt er. «Seit Jahren haben wir die Parteizentrale auf die demografische Veränderung hingewiesen, aber sie wollten nicht hören.» Jetzt, nach dem Wahldebakel, fällt es den Parteigranden wie Schuppe ...