In Nigeria, dem volkreichsten Staat Afrikas, haben ethnisch-religiöse Konflikte eine lange Tradition. Seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien 1960 bedrohen sie den Fortbestand des Staates. Dabei müssten die rund 120 Millionen Nigerianer in Wohlstand leben: Das Land ist reich an Öl, doch zahlreiche Militärregime wirtschafteten es zugrunde.
Die religiösen Konflikte haben ihren Ursprung in den Spannungen zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden. Sie werden überlagert von ethnisch-politischen Differenzen: Bis 1999 herrschten Muslime aus dem Norden, die auch die Militärdiktatoren stellten. Ökonomisch jedoch gibt der Süden den Ton an.
Vor drei Jahren, bei den erst ...