Niemand in der Familie Keller hatte je eine Privatschule besucht. Und für Carmen Keller und ihren Mann war es selbstverständlich, dass auch ihre sechsjährige Tochter Rahel dereinst die öffentliche Volksschule besuchen würde. Bis zu jenem Tag, als Frau Keller der Schule im Quartier einen Besuch abstattete. «Da wurde mir klar, wie ein normaler Tag mit Hortbetreuung, Schule und Mittagsstisch aussehen würde», erzählt die Psychologin. Drei- bis viermal pro Tag müsste das Kind die Örtlichkeit wechseln und sich in eine neue Gruppe einfügen. Und die Ferien würde es wieder mit anderen Kindern und Betreuerinnen verbringen, da dann mehrere Horte zusammengelegt werden. «Eine grosse Unruhe� ...