Warum eigentlich gibt es das Bankkundengeheimnis? Als eigentliche Urheber erwiesen sich im 18. Jahrhundert die Franzosen. Ihre Könige brauchten zur Aufrechterhaltung ihres aufwendigen Lebensstils Kredite, die sie sich im angrenzenden Genf bei den Banken besorgten. Die Franzosen waren Katholiken, die Genfer Bankiers Protestanten. Um die konfessionell heiklen Geschäftsbeziehungen vor dem eigenen Volk geheim zu halten, drangen die Könige auf Vertraulichkeit. Bereits 1713 erliess der Genfer Grosse Rat ein Gesetz, das die Genfer Banker zur strikten Geheimhaltung verpflichtete.
Der moderne Schweizer Finanzkundenschutz war eine Folge des 1934 verabschiedeten Bankengesetzes. Ihm lagen Entwicklung ...