«Hysterischen Realismus» nannte der in ÂHarvard lehrende Kritiker James Wood eine bestimmte Art von Literatur, der vor einigen Jahren eine ganze Reihe jüngerer angelsächsischer Autoren zu huldigen schienen. Darunter mit Erfolg Zadie Smith («Zähne zeigen») und Jonathan Safran Foer («Alles ist erleuchtet»), Dave Eggers («Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität») und Jeffrey EugeÂnides («Middlesex»). Als deren geistige Väter bezeichnete Wood u. a. Don DeLillo und Thomas Pynchon. Merkmale dieser Sorte Belletristik bilden: absurde Eigennamen, auf Hochtouren laufende Plots, lange Exkurse über obskure Sachgebiete, ein Desinteresse an allgemeinmenschlichen Befindlic ...