Jazzfestivals in Europa gibt es viele, zwischen Skandinavien und Palermo, und alle sind eines: ein grosser Reigen, den die immer gleichen amerikanischen Stars, meist im Vorprogramm garniert mit ein paar lokalen Grössen, ihre European Summer-Tour nennen. Die ist, da man sich über die Wertschätzung des so genannten Jazz in seinem so genannten Ursprungsland keine Illusionen machen sollte, längst ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für fast alle in dieser Minderheitenkunst Tätigen. So rasen sie durch den europäischen Sommer und wissen abends kaum, wo sie auftreten, vergleichbar mit jenem überbeschäftigten Bühnenbildner, dem nachgesagt wurde, dass er sich auf den Bauproben erkundigen ...