Noch eine Kaskade, und noch ein Lauf, und Arabesken, die sich türmen wie Tortenaufbauten, sich überschlagen und dann vom Gipfel stürzen wie Steinschlag und Staublawinen: Einen Hang zum Understatement wird diesem Saxofonisten keiner unterstellen. Viele Noten, viel Technik, viel Talent, und das lässt er nicht unter dem Scheffel leuchten. Er ist jung und hat’s eilig. Oder doch relativ jung: vierzig und kein bisschen leise, und vielseitig bis an die Grenze zur Charakterlosigkeit. Ein «Eklektiker», wie das heute heisst. Coltrane, Sonny Stitt, Michael Brecker, Wayne Shorter, Bill Evans, Stan Getz, Stevie Wonder, Frank Sinatra und alles Lateinische sowieso: Airto Moreira und Astor Piazzolla ...