Auf den ersten Blick erscheint der Wahlerfolg der Rechtsparteien vom vergangenen Sonntag in Chile durchzogen. Die regierende Linksallianz um Gabriel Boric verliert zwar 11 Abgeordnete, die Republikaner um José Antonio Kast und die Libertären um Johannes Kaiser gewinnen 27. Doch der grosse Verlierer ist die politische Mitte (minus 19), während der populistische Aussenseiter Franco Parisi (plus 8) überraschend punkten konnte. Rechnerisch hätte die politische Rechte eine satte Mehrheit im Repräsentantenhaus, doch darauf ist in Anbetracht der Vielfalt kein Verlass.
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