Der Jazz ist eine Passion, eine Geschichte aus Leiden und Leidenschaft. Einige seiner tarnished angels haben sich selbst so inszeniert, Chet Baker zum Beispiel, dieser poète maudit der Jazztrompete, dessen Leben, eines langen Tages Reise in die Nacht, am 13. August 1988 mit dem Sturz aus einem Hotelfenster in Amsterdam endete. Andere starben schneller. Fats Navarro, nach Dizzy Gillespie der erfindungsreichste Trompeter des Bebop, erlag, entkräftet durch Heroinmissbrauch, mit 27 einer Tuberkulose. Das Genie des modernen Jazz, Charlie «The Bird» Parker, in dem eine extreme Intelligenz mit einer berserkerhaften Lebenswut rang, war 35, als er seinen vielfältigen Süchten erlag. Er und ander ...