Seit drei Jahren will Josef nur noch Johnny* genannt werden. Der 20-jährige Zürcher absolviert eine Ausbildung zum Kleiderverkäufer oder wie Johnny sagt: «Ich arbeite in der Modebranche.» Die erste Lehre als Topf- und Schnittblumengärtner brach er ab, weil ihm die Arbeit nicht gefiel respektive sich ein Rückenschaden bemerkbar machte. An der neuen Stelle sorgt seine Aufmachung für Unmut. Johnny trägt die Haare zu Stacheln frisiert, gefältelte Hemden und Beinkleider, die diesen Namen überhaupt nicht verdienten, wie der Chef wiederholt – jedoch ohne Erfolg – monierte. Die Jeans-Marke heisst Ayor. Die Modelle sind mit bunten Stickern, Rissen und Pinselstrichen versehen, und darum ...