Stopp, der Schnellzug bremst so scharf, dass mein Weinfläschchen wegfliegt. Freitagabend, halb sechs, kurz vor Effretikon. Dann zuckelt der Zug weiter, dazu die Durchsage: «Wegen eines Personenunfalls bei Kemptthal müssen wir warten.» Noch im Fahren schreibe ich, nach schnellen Gedanken, ob sich das geziemt, einen Tweet: «Personenunfall: Die letzte Ambition in diesem Leben, den Freitagfeierabendverkehr lahmzulegen?»
Als wir im Bahnhof Effretikon zwischen zwei anderen Zügen stehen, die Durchsage: «Der Schnellzug wendet und fährt nach Zürich zurück.» Es ist das letzte Mal, dass sich die SBB an die Hunderten von Gestrandeten in Effretikon wenden; im Bahnhof gibt es niemanden, der hi ...