Die grösste Herausforderung, sagt Matthew Shipp, dessen in der pro- und aggressiveren New Yorker Hip-Hop-Szene geerdeter Free Jazz hier kürzlich zu feiern war (Weltwoche Nr. 20) – die grösste Herausforderung sei die Jazzindustrie selbst: «Weil sie so tot ist. Wenn du lieber im Reich der Lebenden bist, aber im Reich der Toten arbeitest, kann das schon recht schwer werden.» Schon wahr, auch wenn das für die so genannte E-Musik nicht weniger gilt und auch die Pop-Branche glücklichere Tage gesehen hat.
Auch wahr ist, dass, wenn die Industrie krankt, nicht unbedingt die Kunst siechen muss. Es ist nur schwieriger, sie wahrzunehmen. Wie heisst es beim grossen Ringelnatz: «Überall ist Wun ...