Es waren Sätze, die aufhorchen liessen. Am vergangenen Freitag veröffentlichte der Zürcher Tages-Anzeiger zwei Kommentare zur Steuerinitiative der SP (siehe auch S. 29). Einer warb für ein Ja, der andere für ein Nein. Einleitend stand zu lesen: «Die TA-Redaktion empfiehlt mehrheitlich die Annahme der SP-Steuerinitiative. In Absprache mit dem Verleger beendet sie das Thema kontradiktorisch.» Hinter der merkwürdig gestelzten Formulierung verbirgt sich ein kleineres Drama. Der kontradiktorischen Behandlung des Themas ging eine Intervention des Verlegers Pietro Supino voraus. Am Vortag um 16 Uhr meldete sich Supino bei der Chefredaktion mit dem Wunsch, dass auch die Ja-Seite Eingang in d ...