Wenn er zu den Filmfestspielen in Cannes weilte, war er häufig am Abend an der «Carlton-Bar» und keinem Schwätzchen abgeneigt. Völlig unprätentiös und humorvoll bestätigte er, was in Hollywood über ihn erzählt wurde: der sympathischste aller Regisseure zu sein; vor allem die Schauspieler mochten ihn. Vielleicht, weil der Sohn russischer Juden Anfang der sechziger Jahre selbst als Schauspieler begann und mehr Verständnis zeigte. 1962 lernte Sydney Pollack beim Dreh zum Kriegsfilm «War Hunt» einen anderen Debütanten kennen, der zum langjährigen Freund wurde: Robert Redford. Als Pollack die Seiten wechselte und Regie zu führen begann, wurde Redford sein wichtigster Star. Im West ...