Nicht immer haben ungeliebte Kinder die schlechtesten Aussichten. Eine harte Kindheit kann auch ein Training sein für die bedauernswerte Tatsache, dass das Leben mehr Widrigkeiten verspricht als Schmeicheleinheiten, und der, der den Kampf dagegen frühzeitig lernt, ist dafür möglicherweise besser gewappnet. Nicht gerade eine Maxime der Montessori-Pädagogik, aber zuweilen vielleicht doch bedenkenswert. Etwa, wenn ich an die Österreicherin Dorli Muhr denke. Die ist, wie in dieser Kolumne unlängst zu lesen war (Weltwoche Nr. 14/14), eine bekennende Enthusiastin des Blaufränkisch, und dem gehört in ihren Reben am Spitzerberg (Appellation Carnuntum) ihre ganze Liebe. Was auch, probie ...