Wir müssen dem Wochenende Sorge tragen, hat uns der Heilige Vater eben wieder ermahnt, damit die freie Zeit nicht zur leeren Zeit wird. Kurzatmige Politiker und Journalisten haben den Aufruf gleich als Manifest gegen die Liberalisierung der sonntäglichen Ladenöffnungszeiten missdeutet. Aber hat der Papst nicht eher an unser leibliches Wohl gedacht? An die Schwierigkeit, in unseren urbanen Zentren einen Ort zu finden, an dem sich am Wochenende nicht nur ein Abend-, sondern auch ein würdiges Mittagmahl abhalten lässt. In Zürich ist die Situation besonders dramatisch. Besonders am Samstagmittag, wenn Gourmets erfahrungsgemäss für Tafelmeditationen am empfänglichsten wären, finden sie ...