Es ist jetzt genau zwei Jahre her, dass ich meinen Stäfner Neubau mit Seeblick gegen einen vollgesprayten Altbau oberhalb einer Pommes-Bude in Hamburg eingetauscht habe. Als Schwäbin ist der deutsche Norden für mich so exotisch wie für Schweizer. Ich hatte mein bisheriges Berufsleben in Zürich verbracht, kannte in der Hansestadt praktisch niemanden und wäre lieber zurück in meine Studienstadt Berlin gezogen. Aber dann landete ich mitten im dreckigen Herzen St. Paulis, und zwar in dieser einen Strasse, über die eine schwedische Indie-Band einmal ein Liebeslied geschrieben hat.
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