Absetzung des Spiegel-Chefs. Die Mitteilung war dürr, die Meldung kam unerwartet. Spiegel-Chef Stefan Aust muss auf Ende 2008 seinen Sessel räumen. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Der Nacht-und-Nebel-Aktion vorausgegangen waren Machtkämpfe und Auseinandersetzungen um die inhaltliche Ausrichtung. Ein Problem liegt darin, dass im Spiegel fragile Machtverhältnisse herrschen. 50,5 Prozent der Aktien gehören den Mitarbeitern. 25,5 Prozent hält der Hamburger Grossverlag Gruner und Jahr (GJ). Jede wichtige Entscheidung erfordert 76 Prozent der Stimmen. Die Erben von Spiegel-Gründer Augstein bleiben mit 24 Prozent in einer hochdotierten Zuschauerrolle. In der Summe ergibt sich die biza ...