Reisen bildet, sagt der Volksmund. In Covid-Zeiten trifft dies doppelt und dreifach zu. Für mich als Sportreporter war das Flugzeug früher fast wie ein zweites Wohnzimmer. Sechzehn Eishockey-Weltmeisterschaften, sechs Olympische Spiele, Dutzende von internationalen Fussballspielen. Zeitweise hatte ich mehr russische Visa im Pass als Ferientage pro Jahr. Mit der Pandemie änderte alles. Das Leben wurde gegroundet, die Eventkultur global gestrichen. Man begegnete den Interviewpartnern nicht mehr persönlich, sondern via Zoom, Whatsapp oder Livestream.
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